Archiv für November 2010


Halime

29. November 2010 - 22:17 Uhr

Als die kleine Halime ihren ersten Schrei in die Welt hinaus posaunte, kroch die Sonne gerade über den Horizont und verdrängte die kalte Nacht und mit ihm den Schmutz und die Hoffnungslosigkeit. Unbefleckt und voller Hoffnung stand der neue Tag bereit. Weiterlesen »

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Kazuo Ishiguro – Alles, was wir geben mussten

29. November 2010 - 21:42 Uhr

Lass mich niemals los

In dem Roman „Alles, was wir geben mussten“, gelingt es Kazuo Ishiguro ein hochaktuelles Thema in eine wunderbar traurige Geschichte über Freundschaft und Liebe in einem Englischen Internat einzubinden.
Die 31-jährige Kathy erinnert sich an die Zeit mit ihren Freunden Ruth und Tommy in dem Südenglischen Internat Hailsham. Gemeinsam wachsen sie auf, lernen Freundschaft, Liebe und Enttäuschungen kennen und erfahren im Laufe der Zeit, dass Hailsham anders ist. Die Lehrer werden Aufseher genannt und die Kinder haben eine besondere Zukunft vor sich. „Ihr wisst ja Bescheid. Ihr seid Kollegiaten. Ihr seid…etwas besonderes.“ Weiterlesen »

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Enten

22. November 2010 - 18:26 Uhr

Der Tag neigte sich dem Ende zu. Die letzten Sonnenstrahlen strichen über Franks Gesicht. Bald würde die Kälte kommen. Die gehäkelte Decke und der Hagebuttentee würden ihn nicht mehr wärmen können. Frank rollte langsam von der Liege; die Zeitung fiel auf den Boden; auf der Seite prangte es groß: „Frauenteam schafft Überraschungssieg.“
In der Mikrowelle wärmte er seine Vortagssuppe. Er beobachtete wie der Teller sich unablässig drehte, bis zu diesem Bing. Der Fernseher wurde angestellt. Sogleich erfüllte die sonore Stimme des Nachrichtensprechers den Raum. Worüber wurde Weiterlesen »

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Oscar Wilde – The Importance of being Earnest

19. November 2010 - 18:03 Uhr

When a name is everything

The importance of being earnest is a funny play in three acts that deals with stereotypes and contradicts upper society.
In Shakespeares drama „Romeo and Juliet“, Juliet said: „What‘ s in a name? That which we call a rose by any other name would smell as sweet.“ In the play „The importance of being Earnest“ by Oscar Wilde you will learn that the right name is everything.
John Worthing falls in love with the sweet and charming Gwendolin. The only obstacle between them is her mother Lady Bracknell and the fact, that he has told Gwendolin his name is Ernest. It‘ s a name he invented for his imaginary younger brother. Weiterlesen »

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Denis Diderot – Die Nonne

18. November 2010 - 17:55 Uhr

Die Sünden der Kirche an den Menschen

„Die Nonne“ ein Buch, das im achtzehnten Jahrhundert der Aufklärung diente und für einen Skandal gesorgt hat, ist heutzutage einfach nur noch ein leidlich interessant geschriebenes Buch.
Denis Diderots (1713-1784) Lebenswerk ist eine Enzyklopädie der Wissenschaften, Künste und Gewerbe in achtundzwanzig Bänden, die er zusammen mit Jean d´Alembert als Herausgeber veröffentlichte. Im Vorwort des Buches heißt es: „Das Zeitalter der Religion und der Philosophie ist dem Jahrhundert der Wissenschaften gewichen.“
In seinem Buch „Die Nonne“ wird die Geschichte von Marie-Suzanne Simonin erzählt. In Briefform berichtet sie, wie sie als sechzehnjähriges Mädchen dazu gezwungen wird, in ein Nonnenkloster zu gehen. Weiterlesen »

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Wahre Liebe heißt, loslassen können

16. November 2010 - 16:45 Uhr

Die Sonne kroch so langsam über den Horizont, dass selbst ein neutraler Beobachter meinen könnte, die Sonne war sich der Bedeutung dieses Tages bewusst und zögerte die Entscheidung so lange wie möglich hinaus. Doch sobald die ersten Sonnenstrahlen auf den Spitzen der Baumwipfel landeten, setzte eine Kaskade an Geräuschen und Bewegungen ein, die alsbald eine unaufhaltbare Eigendynamik entwickelten, auf den die Sonne keinen Einfluss mehr hatte.
Vögel begannen ihren Reviergesang hoch auf den Wipfeln, Fische drängten an die kristallklare Wasseroberfläche, Insekten lösten sich aus ihrer Starre, krabbelten über den Boden, schwirrten umher, Nachttiere müde von den Abenteuern ihrer Zeit krochen in ihre Behausungen, Bienen schwärmten aus auf der Suche nach Nektar, eine schuppige Echse mit Kratzwunden auf dem Rücken sprang auf einen Stein, eine Kreuzspinne begann ein neues Netz zu weben, größer als das am Tag davor, in den Bäumen ein Schreien, ein Gezeter, herabfallende Blätter, Früchte, weckten die Mutter, ein Gähnen noch und schon erhob sie sich. Weiterlesen »

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Der gute Samariter oder Krieg auf dem Alexanderplatz

15. November 2010 - 21:45 Uhr

Jeden Morgen lief Gert-Michael Bors über den Alexanderplatz, am heutigen Mittwoch seit siebzehn Jahren. Obwohl, an jedem Morgen stimmte natürlich nicht genau. Während er an die Weltzeituhr unterhalb von Halifax lehnte, begann er zu rechnen.
Ein Jahr hatte 365 Tage, wenn ich die Schaltjahre nicht mitrechnete, ergab dies nach siebzehn Jahren 6205 Tage. Wenn ich nun meine Sechs-Tage-Woche bedachte und davon meine chronische Bronchitis abzog, komme ich auf genau 5304 Tage.
Ein Grinsen breitete sich über das bärtige Gesicht. Das Gehirn schien nicht gelitten zu haben von der stumpfsinnigen Arbeit, die er hier jeden Morgen verrichtete. Instinktiv griff er in seine linke Hemdbrusttasche und fand darin die Schokoladenbonbons.Diesen Bewegungsablauf führte er auch jeden Morgen aus, um eine filterlose Zigarette zu rauchen, da er aber vor zwei Wochen mit dem Rauchen aufgehört hatte, lutschte er nun Bonbons. Weiterlesen »

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