Archiv für Dezember 2010


Bram Stoker – Dracula

21. Dezember 2010 - 22:59 Uhr

Geburtsstunde eines Mythos

Der erste Vampirroman der Literaturgeschichte kann auch nach über einhundert Jahren immer noch begeistern.
Der Roman „Dracula“ von Bram Stoker wurde 1897 veröffentlicht und hat seitdem die Menschen in vielen Alpträumen verfolgt. „Er lag da, wie ein vollgesogener Blutegel.“ Dabei halfen auch die zahlreichen Filmadaptionen, dessen Darsteller (e. g. Bela Lugosi, Christopher Lee) das Böse in Gestalt des Grafen Dracula verkörperten. Doch auch das Buch hat einen besonderen Platz in der Literaturgeschichte als der erste Vampirroman eingenommen. Weiterlesen »

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William Shakespeare – Dramatische Werke

20. Dezember 2010 - 16:01 Uhr

Der König der Dramen

William Shakespeares Dramen sind trotz ihres Alters von über vierhundert Jahren noch immer Aktuell und sprühen voller leichtem Witz, trauriger Schicksale und Dialogen, die nichts von ihrer Frische verloren haben.
Shakespeares Dramen lassen sich in Tragödien, Römerdramen, Königsdramen bis hin zu Schau- und Lustspielen einteilen. Viele dieser Stücke dürften den meisten aus diversen Theateraufführungen und Verfilmungen bekannt sein, e.g. Romeo und Julia; Othello; Macbeth; Der Kaufmann von Venedig, Richard III. Deshalb wird sich mancher fragen, ob er die Stücke überhaupt noch lesen sollte. Die Antwort kann nur lauten: Ja. Weiterlesen »

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Glückunabhängigkeitstag

12. Dezember 2010 - 20:40 Uhr

Als ich gestern Abend mit meinem Hund spazieren ging, erblickte ich im Park Herrn P. Er stand etwa 50 Meter von mir entfernt, an eine Eiche gelehnt und schien über etwas nachzudenken. Während der 5 Minuten, die ich ihn beobachtete, hob er nicht ein einziges Mal seinen Kopf. Und während dieser Zeit fiel mir zum ersten Mal seit langer Zeit, der Montag vor 14 Jahren wieder ein.
An diesem Tag hatte ich Herrn P. das letzte Mal gesehen und an diesem Tag wurde der Glückunabhängigkeitstag das letzte Mal gefeiert. Wie an diesem Tag üblich trugen alle Menschen, die mindestens 17 Jahre alt waren, hellorange Gewänder in der Art einer Tunika. In einem Sternenmarsch ging es hinauf zu dem Volksfeld. Weiterlesen »

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Cornelia Funke – Tintenherz

12. Dezember 2010 - 20:27 Uhr

Eintauchen in eine bunte, lebendige Buchwelt

Tintenherz ist ein Buch voller magischer Geschöpfe, einer zauberhaften Sprache und einer packenden Geschichte, die nicht nur Kindern unterhaltsame Stunden bringt. Ein Manko sind die teilweise merkwürdigen Namen der Akteure.
Die zwölfjährige Meggie liebt Bücher über alles. Sie schläft immer mit einem Buch unter ihrem Kissen und auf Reisen mit ihrem Vater Mo(rtimer) nimmt sie manche ihrer Lieblinge in einer besonderen Kiste mit. Ihr Vater ist Buchdoktor und verleiht alten zerfledderten Büchern neuen Glanz und außerdem erweckt seine Stimme die Bilder und Figuren der Bücher zum Leben. „Meine Stimme hat sie aus ihrer Geschichte rutschen lassen.“ Weiterlesen »

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Der Falke

10. Dezember 2010 - 22:16 Uhr

Die Welt ist in Bewegung, Unablässig dreht sie sich um die Sonne. Es gibt keine Haltestelle, keine Pause, keinen anderen Weg.
Jeden Tag fährt Lisas Mutter den selben Weg zur Arbeit. Tag für Tag an dem grün gestrichenen Haus der Familie Müller vorbei, deren Sohn gerade erst den Führerschein im dritten Versuch bestanden hat. Jeden Tag fährt Lisas Mutter an der Bushaltestelle vorbei, an der ihre Tochter in den Bus steigt, der sie zur Schule bringt. Sie fährt jeden Tag die selbe Strecke und sie sieht, dass die Welt in Bewegung ist. Weiterlesen »

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Die blaue Stunde

8. Dezember 2010 - 15:05 Uhr

Der alte zahnlose Mann schenkte Wein nach. Er war dabei aber so ungeschickt, dass mehr Rebensaft auf dem Tisch landete, als in den Bechern. Doch es kümmerte ihn nicht, vielmehr fiel er in ein herzhaftes Lachen, bei dem die Falten in seinem Gesicht die Augen zu kleinen Schlitzen verschlossen. Der Mann prostete uns zu und erzählte dann minutenlang in gebrochenem Deutsch von der schroffen Schönheit der Vogesen.
Igendwann senkte er aber seine Stimme und zeigte mit einem dürren Finger auf eine Bergkuppe. „Ihr müsst gehen, da hinauf und warten bis blaue Stund, wenn Tag und Nacht sind eins, Licht ist Dunkel. Tout est possible. Hier, nehmt Wein.“ Weiterlesen »

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Kenzaburo Oe – Stolz der Toten

5. Dezember 2010 - 17:15 Uhr

Die Welt der Toten und der Lebenden

Zwei Studenten sollen die in Alkohol gelagerten Toten in ein neues Becken umlagern. Die Arbeit wird sie beide verändern.
Diese kurze von Kenzaburo Oe 1958 geschriebene Erzählung zieht den Leser von Beginn in die düstere Welt der Toten. „In dunkelbraune Flüssigkeit getaucht, mit verschlungenen Armen, die Köpfe aneinanderdrängend, treiben wie eine einzige Masse die Toten herauf, um allmählich wieder zu versinken. Sie sind eingehüllt in ihre erdfarbene geschmeidige Haut..“ Der Leser spürt die unheilvolle Atmosphäre in dem Leichenkonservierungsraum, sieht die unbekannten Toten, in dem Becken schwimmen. „Ekeln sie sich jetzt schon?“ Weiterlesen »

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