Archiv für März 2011


An ordinary day

28. März 2011 - 11:07 Uhr

I woke up early in the morning. The sunrays were shining right into my face. I rolled to the other side and tried to fall asleep again. It didn‘ t work. Something held me awake, but what? I climbed out of the bed, and walked to the window.
Outside i saw the green grass, the lawnmower, the neighbour´s dog and the grey car of Peter. It was like on every ordinary day. I looked across the street, over the trees, and right into the clear sky.
And then it hit me with a sledgehammer. How could the sky be clear? That was ridiculous, the sky hasn’ t been clear for ages. Something really terrible must have happend last night, while i was sleeping. Weiterlesen »

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Notizen des Dr. rer. nat. K. Havenstein

28. März 2011 - 10:31 Uhr

Sonntag 6.50 Uhr
Die künstliche Bewässerung der Japonica muss reduziert werden, etliche Blätter sind bereits verfärbt. Auf den asiatischen Holzstegen liegen Flaschen und Zigarettenkippen. Ein zusätzliche Wachmann muss dringend eingestellt werden. Der hintere Zaun bei den Yaks ist immer noch nicht repariert. Der Futterautomat im Streichelgehege ist beschädigt. Die Mülleimer sind nicht geleert.
Doch genug von der lästigen Pflicht und dem Ärger, nun will ich den morgendlichen Geräuschen lauschen, die frische unverfälschte Luft einatmen und meine poetische Ader bemühen, um das Aufwachen des Zoos in Worte fassen zu können.
Das Nilpferd prustet eine imposante Wasserfontäne in den Himmel, ein kleiner Regenbogen entsteht über seinem Haupte; Pinguine tauchen hinab ins blaue Nass; aus der Vogelvoliere erklingen Rufe und Gesänge, die jedes steinerne Herz erweichen; der Wolf heult den verblassenden Mond an; der Steinadler breitet seine majestätischen Schwingen aus und ein gewaltiger Schatten fällt auf das Erdreich unter ihm; Rosenblätter säumen den Pfad des unbestrittenen Königs im Zoo: Dem größten Tiger der Welt, der den Namen eines der größten Feldherren aller Zeiten trägt: Attila. Weiterlesen »

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Die Kopulation

25. März 2011 - 09:18 Uhr

Es heißt, im Nachhinein ist man immer schlauer und ich hatte die Zeichen wahrlich schon früh gesehen. Doch ich habe sie abgetan, als natürlich vorkommende Ereignisse und somit bestand kein Grund zur Besorgnis.
So vergingen die Tage und ich lebte meine Leben als pflichtbewusster Verwaltungsangestellter, treuer Ehemann und sorgender Vater.
Doch dann kam der Tag, der alles veränderte. Es war ein Donnerstag und ich hatte einen langen Dienst im Büro und freute mich nun auf meine Badewanne und ein leckeres Abendessen mit meiner Frau. Doch als ich den Flur betrat, sah ich sie. Weiterlesen »

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Matthias Politycki – Herr der Hörner

22. März 2011 - 07:07 Uhr

Rum, Heilige und die Suche

„Herr der Hörner“ ist eine Geschichte im brodelnden Kessel Santiago de Kuba, die mit ihrer Sprache in ihren Bann zieht, manchmal verwirrt und keine Unaufmerksamkeit duldet. Zudem ist das Werk mit über siebenhundert Seiten viel zu lang.
Der Protagonist, ein Deutscher, ein erfahrener, über fünfzig Jahre alter, besonnener Abteilungsleiter, ein Spezialist für Spekulationen mit einem seriösen Namen, der fast schon lächerlich ist, ein lächerlicher Name, der beinahe seriös ist. Dieser Broder Broschkus sieht, stolpert, trifft eine Frau auf Kuba, die ihm drei Peso-Scheine zusteckt und so beginnt das Verderben. „Einmal im Leben unlimitiert agieren…“ Der sich wandelnde Teutone, erlebt das Land, flimmernd vor Hitze, Frauen und Religion. Er, der Atheist berauscht sich am Rum, den Heiligen, Göttern der Insel und der Suche nach der Frau mit dem Fleck im Auge. „…diese Frau, die war kein normaler Mensch.“ Ist sie ein Hirngespint, eine jinetera oder gar der Herr der Hörner? Weiterlesen »

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James Matthew Barrie – Peter Pan

11. März 2011 - 22:28 Uhr

„Do you believe?“

„Peter Pan“ is a great book for children and adults alike about the power of make-believe and dreams.
The Scottish author James Matthew Barrie (1860-1937) studied literature at the Edinburgh university and worked as a journalist before he moved to London. Here he started to write playwrights and novels, which made him very famous. Barrie befriended the Llewelyn Davies family with their five children, which he later adopted as their parents died. He liked to amuse the kids with stories. One of this stories was about a boy who never wanted to grow up. The play Peter Pan was first staged in 1904 with great success. Seven years later Peter Pan was published in novel form. The play is still on stage and the book has been made to several movies. Weiterlesen »

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Kenzaburo Oe – Reißt die Knospen ab…

9. März 2011 - 15:03 Uhr

Die Zerstörung der Knospen

„Reißt die Knospen ab…“ erzählt die Geschichte von Jugendlichen, die während des zweiten Weltkrieges abgeschottet in einem Dorf leben müssen. Dieses frühe Werk von Oe ist blass und vermag nicht zu fesseln.
Kenzaburo Oe wurde 1935 in einem kleinen japanischen Dorf geboren. Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges zog es ihn zum Studium nach Tokio, wo er sich mit dem Schreiben anfing. 1958 veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte und kurz darauf den Roman „Reißt die Knospen ab…“ Wie in vielen Werken von Oe handelt auch dieser Roman von den Auswirkungen des Krieges und Gewaltherrschaften auf die Menschen. „Zudem trug er eine Arbeiterjacke anstelle der extrem obszönen und sexuelle Lust ausstrahlenden Uniform des Krieges.“ Auch gibt es einige eklige und brutale Szenen, die die Grausamkeit drastisch darstellen. Weiterlesen »

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Salvador Plascencia – Menschen aus Papier

5. März 2011 - 14:56 Uhr

Menschen aus Papier im Kampf gegen die Tyrannei

Der Kampf eines Autors gegen seine eigenen Romanfiguren ist eine wunderbare bildreiche Geschichte mit einer fast poetischen Sprache voller Wunder, Religion, Sex, obszöner, vulgärer Beschreibungen und jeder Menge Traurigkeit in manchmal unkonventioneller aber stets passender Aufbereitung. „Wir führen Krieg gegen eine Geschichte.“
Manche Geschichten sind etwas besonders, da sie anders sind. Sie öffnen dem Leser die Augen in einer Art und Weise, wie es vorher kein Buch schaffen konnte. „Menschen aus Papier“ von Salvador Plascencia ist solch eine Geschichte. Vom Beginn der Beschreibung eines Origami-Chirurgen, der Merced de Papel, seine erste Papierfrau, herstellt und an der sich viele Männer ihre Lippen beim Cunnilingus aufschneiden werden, entwickelt sich die Geschichte in eine für den Autor oft ungewollte Richtung und lässt so die schwarzen Buchstaben auf dem weißen Papier zu etwas besonderem werden .
In vielen Büchern verarbeitet der Autor eine gescheiterte Liebe, lässt die erfundenen Figuren dieselben Schmerzen erleiden, die er selbst erlebt hatte, als er eines Morgens aufwachte und sie plötzlich weg war. Weiterlesen »

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