Archiv für April 2011


Roald Dahl – Onkel Oswald und der Sudankäfer

28. April 2011 - 09:06 Uhr

Onkel Oswald in schlechter Form

Der einzige noch erhältliche erwachsene Roman von Roald Dahl ist leider nicht so amüsant und fesselnd wie seine überragenden Kurzgeschichten.
Roald Dahl (1916-1990) hat zwei Romane für Erwachsene geschrieben. Der erste „Some Time Never: A Fable for Supermen“, wurde 1948 veröffentlicht und gilt als das erste Buch über den Nuklear Krieg nach dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima. Das Buch war ein Misserfolg und ist heute nicht mehr erhältlich. Das zweite Buch ist der vorliegende Band „Onkel Oswald und der Sudankäfer“, das 1979 in den USA erschienen ist.
Onkel Oswald tauchte bereits in zwei Kurzgeschichten des Bandes „Kuschelmuschel“ auf. Dieser Onkel ist ein „Connisseur, Lebemann…Verführer und zweifelsohne größte Hurenbock aller Zeiten.“ Er hat unzählige Affären – weit mehr als Casanova oder Don Juan oder wie die Verführer heißen mögen -, die aber zumindest in den geschilderten Erlebnissen letztendlich anders enden, als es Oswald geplant hatte. Und somit boten diese Geschichten den entscheidenden makaberen und/oder überraschenden Schluss, den Dahls Kurzgeschichten auszeichnen. Weiterlesen »

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Raymond Carver – Elephant and other stories

19. April 2011 - 19:16 Uhr

Melancholicaly short stories

In this small book you will find seven melancholical short stories by Raymond Carver. The main topic is the fragile relationship between women and men.
There are not many authors who can write such good short stories as Raymond Carver (1938- 1988). Before he became a writer, he worked in a saw-mill, as a delivery man, and other jobs. He enrolled on different colleges and published short stories in several magazines. His success as a writer came when he was in his late thirties. Weiterlesen »

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Grégoire Bouillier – Der Überraschungsgast

18. April 2011 - 10:24 Uhr

Am Tag als Leiris stirbt, ändert sich alles

„Der Überraschungsgast“ ist ein spannend, witziger Roman, der beweist, das das Leben doch unterhaltsamer ist als ein Roman.
Es beginnt alles mit dem Tod des Französischen Schriftstellers Michel Leiris. Zudem ist es auch die Zeit, in der Deutschland seine Wiedervereinigung feiert, die Raumsonde Ulysses auf ihre Mission zur Sonne startet, die Saisoneröffnung in der Opéra Garnier gefeiert wird und anderer wichtiger Ereignisse. Eben zu dieser Zeit ruft die Ex-Freundin des Autors an, um ihn auf eine Geburtstagsfeier einzuladen. Kann man es dem Auto verdenken, dass er natürlich an eine, sagen wir mal, Göttliche Fügung der Ereignisse glaubt? Tagein, Tagaus dachte er an sie, seit sie ihn wortlos ohne Erklärung verlassen hatte. Weiterlesen »

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Peter Handke – Don Juan (erzählt von ihm selbst)

15. April 2011 - 19:58 Uhr

Don Juan, der Frauenheld erzählt

Die alte Legende um Don Juan wird von Peter Handke neu interpretiert. Die Geschichte fliegt leicht dahin, sprüht mit witzigen Anekdoten, doch manchmal verflacht die Erzählung.
Nah einer Klosterruine im Norden Frankreichs lebte ein Koch in einer Herberge, die schon lange keine Gäste mehr gesehen hatte. Doch eines Tages purzelte unvermittelt der Frauenheld Don Juan – der Echte – in diese Abgeschiedenheit. Für eine Woche bleibt er Gast des Etablissements und erfreut den Gastgeber mit seinen Geschichten. Jeden Tag wurde von einer anderen Frau in einem anderen Land berichtet. „…seine Geschichte erzählte sich ohne irgendwelche pikanten Einzelheiten.“ Weiterlesen »

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Truman Capote – Frühstück bei Tiffany

10. April 2011 - 19:39 Uhr

Ach Herzchen, es ist einfach nur schön

Die Geschichte der herrlich verrückten Holly Golightly ist ein zeitloser Klassiker, der auch heutzutage noch zu verzaubern vermag.
„Frühstück bei Tiffany“ ist eine wunderbar verrückte Geschichte über eine junge Frau in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts in New York. Aus der Sicht des bisher erfolglosen Schriftstellers Fred, obwohl er so nicht heißt, erfährt der Leser über die kauzige, liebenswerte Miss Holiday Golightly, Auf Reisen, wie es auf ihrem Briefkasten heißt. Und so sieht es auch in ihrer Wohnung in dem schmalen Backsteingebäude aus. Es ist spärlich eingerichtet und ein Kater noch ohne Namen schlendert dort herum. Besuch bekommt diese junge schamlose, Weiterlesen »

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Haruki Murakami – Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah

10. April 2011 - 13:00 Uhr

Tanzende Zwerge und liebeshungrige grüne Monster

Neun bezaubernde, traurig schöne Geschichten von Murakami finden sich in dem Band, „Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah.“ Es sind Erzählungen, die zu träumen und nachdenken verleiten.
Im Jahre 1978 betrachtete Haruki Murakami ein Baseballspiel. Als der Schlagmann den Ball traf und sicher das zweite Base erreichte, hatte Murakami eine Inspiration. Er war sich plötzlich sicher, er könnte einen Roman schreiben. Er ging nach Hause und begann zu schreiben. Seit diesem Tag hat der 1949 in Kyoto geborene Murakami mehrere weltweit erfolgreiche Romane und Kurzgeschichten veröffentlicht. Dabei sind seine Geschichten oft genauso mysteriös wie die Baseballgeschichte, die den Japaner zum schreiben verleitete. Weiterlesen »

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The British accent

8. April 2011 - 08:51 Uhr

She was sitting in a coffe-shop and reading a newspaper. She was neither young, nor old. Her hair was brown and her eyes were green. A stricken white wool hat was lying near her. And on the floor beneath her, i saw a pencil.
I couldn‘ t see what she was reading, but i was sure, it wasn‘ t about politics or other serious topics, because from time to time a smile came upon her face, and she laughed out loud. Weiterlesen »

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