Archiv für Mai 2011


Virginia Woolf – Mrs. Dalloway

31. Mai 2011 - 07:05 Uhr

About missed chances and the blooming life

„Mrs. Dalloway“ is a melancholical story about a woman in her fifties. But because the story is combined with many thoughts and descriptions, it is not an easy read.
In Vriginia Woolf‘ s „Mrs. Dalloway“ the protagonist, a woman passed the age of fifty, walks through the streets of London, looks at the shops, people, flowers and listens to the various sounds, „Bond street fascinated her; Bond Street early in the morning in the season; its flags flying; its shops; no splash; no glitter…“ And she thinks of the party she is giving this very evening, but her mind also drifts back to the past, when she was young, and in love with Peter Walsh, and also with Sally. Weiterlesen »

| Literatur

Tango fatale (1)

22. Mai 2011 - 17:11 Uhr

Es war das Geräusch eines auf dem Holzboden kratzenden Stuhls, das ihn hochschauen ließ. Drei verlassene Stühle standen an einem runden Tisch mit einer Kerze, die noch nicht entzündet war, zwei leeren Gläsern und einem Stapel Papier. Der aufschauende Mann hatte dieses Arrangement beiläufig innerhalb weniger Sekunden erfasst und sein Blick gilt schon wieder zurück in das Buch auf seinem Schoß. Doch noch bevor er dort anlangte, entdeckte er ihre Wade. Die Haut des nackten Fleisches war im beginnenden Sommer noch recht bleich und bildete einen ausdrucksstarken Kontrast zu ihren in schwarzen Turnschuhen steckenden Füßen.
Die Tänzerin glitt mit ihrem rechten Fuß über den Boden und schlang ihr Bein im nächsten Augenblick um ihren Partner. Die beiden Körper drehten sich ineinander, verharrten so und es war nicht mehr feststellbar wo ein Körper aufhörte und der andere anfing. Sekunden später standen die beiden Körper wieder getrennt voneinander mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Weiterlesen »

| Schrift

Stefan Zweig – Schachnovelle

18. Mai 2011 - 17:03 Uhr

Schachmatt

Die „Schachnovelle“ von Stefan Zweig ist ein besonderes Lesevergnügen, das die Rettung eines Mannes durch das Schachspiel thematisiert. Trotz des trockenen Themas Schach und der Grausamkeit einer Isolationshaft entwickelte die Geschichte einen unaufhaltsamen Sog.
Die Geschichte von Stefan Zweigs letztem und wohl auch bekanntestem Werk, „Schachnovelle“, spielt in der Zeit des zweiten Weltkrieges auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires fährt. Einer der Mitfahrenden ist der aktuelle Schachweltmeister Czentovic, der schon als Kind seine Begabung für das Schachspiel zeigte. Doch sonst fehlt ihm fast jede Weiterlesen »

| Literatur

Clive Barker – Das zweite Buch des Blutes

12. Mai 2011 - 20:58 Uhr

„Keine Wonne kommt der des Grauens gleich.“

Der zweite Band der Blutbücher-Reihe wartet mit fünf Kurzgeschichten auf, in denen Clive Barker den Leser mitnimmt in eine Welt voller Angst und Hoffnungslosigkeit. Happy-Ends sind deshalb nicht zu erwarten, dafür aber wieder gut geschriebene Geschichten.
Clive Barkers Großmutter spann Geschichten, wie andere alte Leute Fäden zu Pullovern spannten. Doch die Geschichten von Clives Großmutter waren morbid und handelten von Tod und Begräbnissen. Deshalb hatte der Junge große Angst, ermordet zu werden. Dies hielt ihn aber nicht davon ab, seiner Großmutter zuzuhören. Doch vielleicht konnte er auch nicht anders? „…kommen wir wieder und wieder und wieder auf unsere Ängste zurück…“ Weiterlesen »

| Literatur

Gabriel Garcia Márquez – Erinnerung an meine traurigen Huren

10. Mai 2011 - 19:00 Uhr

Liebe im hohen Alter

Die Erzählung von Gabriel Garcia Márquez ist nett, bietet aber kaum neues und bleibt somit auch nicht lange im Gedächtnis.
Der neunzigjährige Protagonist betrachtet Nachts an seinem Geburtstag eine vierzehnjährige Jungfrau. Eigentlich hatte er, der bisher Frauen immer bezahlt hat, vor, das junge Mädchen in der zu entjungfern. Doch es kommt nicht dazu. Und doch entdeckt er trotz oder wegen der körperlichen Distan, was Liebe in einem Mann ausrichten kann. „…gemartert von dem lodernden Feuer, das in meinen Eingeweiden brannte.“
Es ist eine kurze Erzählung, die Gabriel Garcia Márquez in seinem Buch „Erinnerung an meine traurigen Huren“ schildert. Alter Mann überdrüssig vom Leben erinnert sich zurück an seine früheren Jahre und möchte nun kurz Weiterlesen »

| Literatur

Truman Capote – Sommerdiebe

9. Mai 2011 - 19:58 Uhr

Ein unvollendetes sogenanntes Debüt

Die Erzählung „Sommerdiebe“ von Truman Capote wirkt unfertig, zeigt aber schon stellenweise Capotes Gespür für dichte atmosphärische Texte.
Bereits im Jahre 1943 soll Truman Capote (1924-1984) begonnen haben mit ersten Entwürfen zu seiner Erzählung „Sommerdiebe.“ Die Arbeit an diesem Werk zog sich über mehrere Jahre hin, wurde von ihm aber niemals vollendet. Letztendlich kapitulierte Capote und sagte: „Ich wusste, ich sollte ihn lieber nicht veröffentlichen.“ Weiterlesen »

| Literatur

Ha Jin – Warten

8. Mai 2011 - 15:42 Uhr

Was geschieht mit der Liebe, wenn der Mensch sich fügen muss?

„Warten“ ist eine traurige Liebesgeschichte in China, die über mehrere Jahrzehnte spielt und das starre, unmenschliche Regierungssystem unter Mao anprangert.
Der Arzt Lin Kong wurde mit einer Frau verheiratet, die seine Eltern für ihn ausgesucht hatten. Er empfindet keine Liebe für Shuyu, findet sie hässlich und schämt sich sogar für sie, da sie gebundene Füße hat. Diese Tradition der sogenannten Lotusfüße wurde bereits 1911 in China verboten und nach der Machtergreifung von Mao Zedong 1949 sogar geächtet, da der große Steuermann jede Arbeitskraft in seinem Land benötigte. Somit war Shuyu Mitte der 60er-Jahre bereits eine Rarität mit ihren gebundenen Füßen. Doch Lin Kong sieht seine Frau nur wenige Wochen im Jahr, wenn er nämlich aus der Stadt in das heimatliche Dorf einkehrt, um seine Frau Weiterlesen »

| Literatur

« Ältere Einträge