Archiv für Juli 2011


Anne Enright – The Gathering

31. Juli 2011 - 20:41 Uhr

A dense sad story

The winner of the 2007 Man Booker prize is a story about a woman, who thinks back to an event in her life, that had an effect to her life and the life of her brother, who comitted suicide.
The Dublin born Author Anne Enright has published several novels, short stories and non-fiction. She writes about families, relationships, love and sex in catholic Ireland. In 2007 she has won the Man Booker Prize for her forth novel „The Gathering“. Weiterlesen »

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D. H. Lawrence – Lady Chatterley

27. Juli 2011 - 13:32 Uhr

Manifest der Liebe

Der skandalträchtige Roman „Lady Chatterley“ schildert offen das Liebesspiel zweier Menschen, doch ist es auch ein philosophisches Werk, das die Rückkehr zum Menschsein fordert.
Im Jahre 1928 erschien das Buch „Lady Chatterley“ des Engländers D. H. Lawrence zuerst in Italien, in England war es verboten aufgrund seiner expliziten Beschreibung von sexuellen Praktiken und der häufigen Verwendung sogenannter vulgärer Wörter. Erst etwa dreißig Jahre später sollte es endlich in England erhältlich sein und es entwickelte sich zu einem wahren Bestseller. Am ersten Verkaufstag im Jahre 1960 war das Buch schon nach wenigen Stunden ausverkauft. Weiterlesen »

| Literatur

Handtücher

22. Juli 2011 - 18:44 Uhr

Sie trank ihren zweiten Whisky und versuchte den Tag bereits jetzt, einhundertundachtzig Minuten bevor offiziell ein neuer Tag anbrechen würde, zu verdrängen. Wieder einmal waren es Blicke und schlimmer noch, Worte, Worte, die gesagt wurden und Worte, die nicht gesagt wurden, die ihre schützende Haut aufgeraut hatten und sie nach Feierabend verwundet in diese Kneipe getrieben hatten. Dabei hatte sie es, Herrgott nochmal, doch schon lange verdient. Ein einfaches, vielen Dank, hätte ihr gereicht, oder ein, das war gute Arbeit, aber nein, nichts dergleichen. Leistete sie nicht genauso eine gute, wenn nicht gar bessere Arbeit als dieser junge Schnösel? Wer war er denn schon? Wieso glaubte er mit seinen zwanzig Jahren alles besser zu wissen? Und warum sah ihr Chef nicht, was für ein Blender er war? Weiterlesen »

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Tango fatale (3)

21. Juli 2011 - 11:28 Uhr

Sie fühlte sich erschöpft und hungrig und selbst das Frühstück konnte sie nicht sättigen, deshalb war sie in eine Bäckerei eingekehrt, trank den süßen Kaffee, süßte ihn noch mehr und aß ein Brötchen mit Käse.
Es war ruhig hier, doch ihr Herz war immer noch nicht in den alltäglichen Rhythmus gefallen. Sie seufzte und die Bedienung fragte, ob mit ihr alles in Ordnung sei, sie sehe so blass auch, die Frau nickte und trank noch einen Schluck Kaffee. Dann schlug sie die Zeitung auf, überflog Nachrichten von der Börse, Politik, einen Flugzeugabsturz, eine Entführung und die Einweihung einer neuen Straße im Ort und landete bei den Todesanzeigen. Eriks Name war nicht dabei.
Wieder seufzte sie, doch war es diesmal Erleichterung oder Enttäuschung? Sie erschrak bei diesem Gedanken, bestellte einen Kräuterschnaps, um den Kreislauf anzuregen, log sie die nicht mehr so junge Bedienung an. Es folgten noch weitere Schnapsgläser und schließlich setzte sich die Frau mit der weißen Schürze zu der Besucherin und sie kamen ins Gespräch. Weiterlesen »

| Schrift

Edgardo Cozarinsky – Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich…

13. Juli 2011 - 16:03 Uhr

Tango, Prostituierte und Liebe

In einer leider zu kurzen Geschichte erzählt Edgardo Cozarinsky über die Zeit der jüdischen Prostituierten in Argentinien vor dem zweiten Weltkrieg.

Die Geschichte „Man nennt mich flatterhaft und was weiß ich…“ wird von einem fünfundzwanzigjährigen Journalisten erzählt, der sich für das jiddische Theater vor dem zweiten Weltkrieg interessiert. “…weil die Realität mich nicht mit gefährlichen Ermittlungen beauftragt, suche ich sie in Papieren und fremden Erinnerungen.“ Weiterlesen »

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Haruki Murakami – Naokos Lächeln

10. Juli 2011 - 18:31 Uhr

Furchtbar traurig, aber wunderschön

Eingebettet in die unruhigen 60er Jahre in Japan erzählt „Naokos Lächeln“ von Jugendlichen, die unvermittelt erwachsen werden müssen und einer Liebe, dadurch bedroht ist.
Die englische Zeitung The Guardian zählte im Jahre 2009 Haruki Murakami, als „einen der weltbesten lebenden Romanciers.“ Seine ersten großen Erfolg feierte der 1953 geborene Autor mit dem Roman „Naokos Lächeln“ im Jahre 1987, der erst vor kurzem verfilmt wurde. In diesem Werk sind keine surrealen Elemente enthalten, die sonst viele Geschichten des Japaners auszeichnen, stattdessen widmet er sich in diesem Buch der furchtbaren Krankheit Depression. Weiterlesen »

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Tilman Rammstedt – Der Kaiser von China

4. Juli 2011 - 18:19 Uhr

Ein amüsantes Reiseerlebnis

Die Reiseerlebnisse von Keith Stapperpfennig im fernen China beruhen nur auf Erfindungen desselben und gerade deshalb sind sie so komisch.
Viele Romane leben von den ausführlichen Recherchen der Autoren. Wenn es um ein fremdes Land geht, wird dieses bereist, die Gerüche, Farben, Eigenheiten werden aufgesogen und dann in eine Geschichte verwandelt, die je nach Fabulierkunst des Autors detailreich und spannend erzählt wird, und der Leser sozusagen in das Land reist. Dass es auch anders geht. Nämlich eine gute Geschichte aus einem weit entfernten Land erzählt werden kann, wenn man nur einen Reiseführer zur Hand hat, zeigt Tilman Rammstedt, in seinem Roman „Der Kaiser von China“. Weiterlesen »

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