Kategorie: Literatur


Otfried Preußler – Krabat

13. August 2016 - 23:09 Uhr

DIe dunkle Magie und die Liebe

„Krabat“ ist ein spannender Roman, für jüngere und junge gebliebene Menschen, der auf einer alten sorbischen Sage basiert.
Was kann man nicht alles an Absichten, Andeutungen, Hinweisen und Meinungen in Romanen finden. Es heißt dann, Wenn der Autor dies schreibt, so meint er doch damit eigentlich jenes. Schüler werden aufgefordert, das zu finden, das zu sehen, was der Lehrer sieht, womit er eigentlich meint, jeder sieht es so.
Dabei sind die Menschen so individuell, wie auch ihre Meinungen vielfältig sind. Und was man heute in einer Geschichte liest, kann schon morgen anders sein, denn wer Krieg und Liebe selbst erlebt, sieht die Dinge anders. Natürlich heißt es nicht, dass ein Leser, genau das aus der Geschichte liest, das der Weiterlesen »

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Tilman Rammstedt – Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters

12. Juli 2016 - 22:56 Uhr

Ein Spiel mit der Realität

Bruce Willis soll den ehemaligen Bankberater von Herrn Rammstedt aus einer brenzligen Situation befreien, deshalb schreibt ihm der Autor Mails und erzählt nebenbei wie es zu dieser Situation kommen konnte.
Das Ende eines Buches in einer Rezension zu erzählen, ist ein Fehler und dennoch werde ich es tun. Denn nichts weniger als ein glückliches Ende will Tilman Rammstedt in seinem Roman „Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters.“
Er will ein glückliches Ende, weil jeder ein glückliches Ende will. Aber vor allem, weil er seinen Bankberater längere Zeit studiert hat. Es ist ein Mann ohne Höhepunkte, „Bei einem unserer Termine im Park betrachtete mein ehemaliger Bankberater eine Pfütze, Pfützen sind die Ozeane des kleinen Mannes.“ Ein tragikomisches Leben benötigt ein glückliches Ende und dies gilt nicht nur für den Bankberater, sondern auch für Rammstedt selbst. Auch sein Leben, jedenfalls so, wie er es in seinem Roman schildert, könnte ein wenig Glück vertragen, Probleme mit der Frau, Verlag etc. Weiterlesen »

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Yoko Ogawa – Schwimmen mit Elefanten

29. März 2016 - 19:37 Uhr

Schachpoesie

Eine Geschichte über Schach. Harmonisch, voller Liebe, unterhaltsam bis zum Ende und darüber hinaus.
Schach ist ein einsames Spiel, obwohl zwei Menschen gegeneinander spielen. Jeder Spieler sitzt auf seiner Seite des Brettes und bevor ein Zug gesetzt wird, wird nachgedacht. So kann ein Spiel mehrere Stunden dauern. Für Betrachter liegt der Reiz am Spiel in den immer neuen Stellungen, die sich ergeben. Das Spiel kann überraschende Wendungen bringen oder aber langweilen, aber als poetisch wird es wohl kaum jemand beschreiben.
Doch der Japanischen Autorin ist genau dies gelungen. Ihr Roman „Schwimmen mit Elefanten“ lässt den Leser Schach in einem neuen Licht erscheinen. „Wie unfertig das Spiel des Jungen auch gewesen sein mochte, das Orchester seiner Figuren erzeugte einen Klang, der einen tief im Herzen traf und Sehnsucht nach einer noch schöneren Partitur weckte.“ Weiterlesen »

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Haruki Murakami – 1Q84 Teil 3

8. Januar 2016 - 20:54 Uhr

Eine leider mehr als mittelmäßige Geschichte

Der dritte Teil der Geschichte von Aomame und Tengo bietet über viele Seiten leider nur Langeweile, nur manchmal entsteht Spannung.
Dies ist ein Plädoyer, sich beim Lesen Zeit zu lassen und Bücher, die in mehreren Teilen erscheinen, nicht ohne Pause hintereinander zu lesen, auch wenn es schwer fällt und der folgende Band bereits im Regal wartet. Denn natürlich möchte man wissen, wie die Geschichte weitergeht und es ist nicht leicht, aus einer Welt wieder in die ursprüngliche Welt zurückzukehren, doch wird der Lesespaß durch Pausen um einiges bereichert.
Haruki Murakamis 1Q84 Teil 1 und 2 (erschienen in einem Buch) habe ich ein Jahr vor dem abschließenden 3 Teil gelesen. In der ersten Rezension schrieb ich, Murakami erzählt nie langweilig, aber manchmal leider seicht und bemüht, von zwei Liebenden, die durch phantastische Ereignisse zueinander geführt werden. Und so bleibt am Ende dieses Buches die Spannung und die Erwartung auf den abschließenden dritten Teil von 1Q84. Weiterlesen »

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Roald Dahl – Fantastic Mr. Fox

18. August 2015 - 22:49 Uhr

Fantastilicous

„Fantastic Mr. Fox“ tells the story of how a fox and his family could escape three sinister hunters.
So you might want to know what is so fantastic about this peculiar Mr. Fox? It is…no I will not tell you instead you have to read it.
Mr. Fox lives happily with his wife and their four children under a huge tree . Everyday Mr. Fox goes outside and brings home either chicken, duck, goose or turkey. He finds all the food they need on three farms nearby.
The owners of the farms are Boggis, Bounce and Bean, „…one fat, one short, one lean. These horrible crooks. So different in looks. Were none the less equally mean.“
So Mr. Fox must be really clever to get away with his robberies. „They were not men who like anything to give away.“ and he is until this very day everything goes smooth. Weiterlesen »

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Jenny Rogneby – Leona

9. August 2015 - 20:17 Uhr

Nervenkitzel garantiert

Ein Thriller, der von Beginn an für Spannung sorgt und diese bis zum Finale durchhält.
Das Erstlingswerk Leona der schwedischen Autorin Jenny Rogneby war in dem skandinavischen Land ein Bestseller. Nun erscheint das Buch in deutscher Sprache und es stellt sich die Frage, Kann der Erfolg auch hier gelingen? Die Antwortet lautet: Ja, daran kann es keinen Zweifel geben.
Folgenden Zutaten werden dies bewerkstelligen:
Spannende Geschichte mit einem gelungenen Plot, der vielen Wendungen bereithält, die einen extra Nervenkitzel bringen und nicht zuletzt, versteht es die Autorin sprachlich zu überzeugen.
Schon gleich zu Beginn gelingt es Rogneby den Leser zu fesseln und nicht mehr loszulassen. Bei einem Buch mit über vierhundert Seiten ist dies eine große Kunst. Weiterlesen »

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Richard Bachmann – Menschenjagd

3. August 2015 - 22:34 Uhr

Wenn jeder Mitmensch ein Feind sein kann

“Menschenjagd“ ist ein spannender Roman des Autors Richard Bachmann alias Stephen King, in dem es vordergründig um die Ausgrenzung von Menschen geht, die in unserer spezialisierten Welt aus der Spur geraten.
Ende der 1980er Jahre lief der Film „Running Man“ mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle in deutschen Kino . Es ist die Geschichte eines Mannes, der an einer Reality-Spielshow teilnimmt. In diesem Spiel muss er sich in einer Arena gegen mehrere Jäger behaupten. Sollte er verlieren, dann stirbt er, doch er kann auch viel Geld gewinnen. Natürlich ist nicht vorgesehen, dass irgendein Kandidat diese Show gewinnt.
Dieser Film ist recht spannend und bedingt durch den Hauptdarsteller natürlich mit reichlich Action ausgestattet. Die Kritik des Films richtet sich im wesentlichen auf die Macht der Fernsehsender und der ausufernden Spielshows. Dabei ist die Buchvorlage, „Menschenjagd“ von Richard Bachmann, auf dem der Film basiert, völlig anders.
Die Geschichte spielt im Jahr 2025, also in zehn Jahren. Eine Fernsehanstalt bestimmt das alltägliche Leben. Wie früher in den Arenen der Römer sind es Spiele, die die Menschen bei Laune halten sollen. Die Unterschiede zwischen der gesellschaftlichen Unterklasse und der Mittelklasse sind deutlich zu Tage getreten und für viele arme Menschen gibt es nur noch die Möglichkeit Geld zu verdienen, in dem man sich demütigt und in einer Spielshow teilnimmt, bei der man riskiert, ein Bein zu verlieren, einen Herzinfarkt zu erleiden oder gar zu sterben. Weiterlesen »

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